Sekundärmenü

Umweltfeind Energiesparlampe

06 Aug
Published by admin

Energiesparlampe - Eine Gefahr für Umwelt und Mensch
Nicht im Hausmüll entsorgen!

Energiesparlampe

Energiesparlampen verbrauchen bis zu 80% weniger Strom als herkömmliche Glühbirnen und doch geht eine große Gefahr von den Energiesparlampen für die Umwelt aus. Energiesparlampen enthalten giftiges Quecksilber. Derzeit ist die langlebige Energiesparlampe der Ersatz zur Glühbirne, die aufgrund ihres hohen Stromverbrauches vom Markt genommen wurde.

Das Licht der Energiesparlampe wird dadurch erzeugt, dass mit dem Lichtschalter die Elektroden, die in das Glasrohr der Lampe ragen, aktiviert werden. Dies dient dazu, dass der Quecksilberdampf und das Edelgas, welche im Glasrohr enthalten sind, eine Strahlung abgeben, die in Verbindung mit dem mitenthaltenen Leuchtstoff, Licht erzeugen.
Die entstandene Strahlung ist Elektrosmog, der für den Menschen nicht von Gefahr ist, solange man einen kleinen Abstand (mind. 30cm) zur Lampe einhält.

Der Quecksilberdampf ist in einer sehr geringen Dosis von 2 bis 5mg enthalten. Energiesparlampen ohne Quecksilber sind bis jetzt noch nicht erfunden, allerdings sind LED-Lampen eine Alternative, wenn man keine quecksilberhaltige Beleuchtung nutzen will. Das Quecksilber ist ein für Mensch und Umwelt schädlicher Stoff, auf den in den folgenden Absätzen noch speziell eingegangen wird.

Quecksilber

Das in der Natur aus dem Mineral Zinnober gewonnene Quecksilber ist im Normalzustand flüssig. Durch seine hohe Oberflächenspannung benetzt es die Objekte, mit denen es in Berührung kommt, nicht. Zudem hat es einen sehr hohen Dampfdruck, der schon bei Raumtemperatur toxische Dämpfe entwickelt.

Quecksilberemissionen kommen in der Natur zum Beispiel durch Vulkane oder bei Gesteinsverwitterung vor. Der Großteil der Emissionen wird jedoch nicht von der Natur, sondern vom Menschen beim Verbrennen von Biomasse, sowie Braun- und Steinkohle, erzeugt, bei dem die toxischen Dämpfe in die Umwelt steigen.
Der Umweltschutz ist bereits auf dem Vormarsch in der Umweltpolitik. Beispielsweise wurde der Bau eines geplanten Kohlekraftwerks in Brunsbüttel nicht erlaubt, da dieses ansonsten mit 10kg Quecksilber pro Jahr die Umwelt vergiften würde.

Bei einer hohen Dosis kann Quecksilber Nerven- und Hirnschäden, sowie Nieren- und Leberschäden davontragen. Zudem schadet es dem Immun- und Fortpflanzungssystem. Bei überhöhter Einnahme kann der Tod die Folge des toxischen Stoffes sein.

Auch die Umwelt muss unter den Emissionen des Quecksilbers leiden. In der Natur verteilt sich das in die Luft gestreute Quecksilber auf dem Boden und gelangt somit in das Grundwasser. Dort wird es von Mikroorganismen in Methylquecksilber umgewandelt, das für viele Lebewesen leicht einnehmbar ist. Lebewesen erleiden nach einer hohen Dosis des Methylquecksilbers ähnliche Schäden wie der Menschen.

Organisationen zum Umweltschutz, wie der BUND, setzten sich für die Verringerung der hohen Quecksilberemissionen aktiv ein.

Problemstellung

Das Quecksilber ist der Schwachpunkt der Energiesparlampe, die ansonsten durch ihren geringen Stromverbrauch einen Beitrag zum Umweltschutz leistet.

Das Quecksilber setzt sich jedoch nur beim Bruch der Lampe frei. Aufgrund der geringen Dosis in der Energiesparlampe ist die Freisetzung für den Menschen nicht direkt tödlich, solange man es nicht inhaliert bzw. trinkt (je nach Aggregatszustand). Dennoch ist Vorsicht geboten!

Falls es zu einem Bruch der Energiesparlampe kommen sollte, ist es zu empfehlen das hohe Konzentrat des gasförmigen Quecksilbers durch Lüften zu verringern, um die freigesetzten Gase zu entschärfen. Nur blöd, wenn man vom Glasbruch der Energiesparlampe nichts bemerkt oder der Nachbar im Mehrfamilienhaus Energiesparlampen im Hausmüll entsorgt. Dann inhaliert man beim vorbeigehen an den Mülltonnen evt. unbemerkt etwas hochgiftiges Quecksilber.

Um den Umweltschutz zu gewährleisten, wird dringend dazu geraten, Energiesparlampen im Sondermüll zu entsorgen und nicht, wie in 90 Prozent der Fälle, in den Hausmüll zu werfen.

Nutzungsbedingungen | Impressum | Datenschutz | Werbung © 2012 mail4nature.org