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Albert Einstein und die Bienen

06 Aug
Published by admin

Massives Bienensterben - Gefahr für unsere Umwelt

Bienen

„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ Wie wichtig die Biene für uns Menschen und unsere Natur ist, wusste bereits das Genie Albert Einstein.

Die Biene ist für unsere Umwelt von großer Bedeutung. Weltweit spielt sie als einer der wichtigsten Bestäuber eine große Rolle beim Erhalt von Pflanzenbeständen. Sie unterstützt den Obst- und Beerenanbau, und durch die Bestäubung von Wildpflanzen schafft sie eine Grundlage für andere Tiere, die sich von diesen Pflanzen wiederum ernähren. Ihr Nutzen geht damit weit über die Honig- und Wachsproduktion hinaus. Seit einigen Jahren ist jedoch die für uns so wichtige Biene stark bedroht.

Der Umweltschutz warnt seit Anfang 2000 vor den Folgen des Bienensterbens für unsere Natur. Als colony collapse disorder (kurz: CCD) bezeichnet man das seit Jahren stärker werdende Sterben der Bienen. In den vereinigten Staaten und Europa wird dieses rätselhafte Sterben beobachtet, während man sich über die Ursachen noch streitet.

Die Auswirkungen sind überall ähnlich: In den Bienenstöcken finden sich nur noch die jungen Bienen, sowie die Pollen und Honig. Erwachsene Bienen fehlen. Im Winter 2007 war das Sterben in der USA so massiv, dass etwa 80 Prozent der Bestände zugrunde gingen. Der Umweltschutz warnte vor den Folgen für Mensch und Natur. Durch den Wegfall der Biene als Bestäuber könne es rasch zu Lebensmittelengpässen kommen. Beeren, Apfel, Gurken, Melonen, Sojabohnen und zahlreiche weitere Obst- und Gemüsesorten könnten knapp werden, wenn die Biene ihre für die Umwelt so wichtige Funktion nicht mehr übernehmen kann. Auch Klee wird von der Biene bestäubt. Fällt der Ertrag geringer aus, kommt es infolgedessen auch zu Futtermittelengpässen und weitere Tiere sind dadurch bedroht. Spätestens bei solchen Szenarien, sollte jedem die große Bedeutung der Biene für unsere Umwelt klar werden. Wichtig ist deshalb die Erforschung der Ursachen des CCD und das Eindämmen des massiven Sterbens.

Als mögliche Ursachen wurden viele diskutiert. In Deutschland soll vor allem die Varroamilbe, sowie verschiedene Viren für das Massensterben verantwortlich sein. Seit einiger Zeit sind jedoch auch Pestizide unter Verdacht geraten. Der Umweltschutz warnte
schon zuvor vor den Auswirkungen dieser giftigen Mittel auf unsere Natur. Auch zahlreiche Imker sehen einen Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Pestiziden und dem
Sterben ihrer Bienen. Beim Bestäuben kommen Diese mit den pestizitbelasteten Pflanzen in Kontakt und nehmen die schädlichen Stoffe auf. Viele Imker berichten vom veränderten Verhalten der erwachsen Bienen und beobachten eine zunehmende Orientierungslosigkeit. Solches Verhalten spricht für eine Vergiftung durch Pestizide, die auf die Bienen wie ein Nervengift wirken. Viele Erzeuger leugneten den Zusammenhang, doch 2008 konnte ein Saatgutbeizmittel eindeutig als Ursache eines massiven Sterbens im Rheintal ausgemacht werden. Erneut wurde der Zusammenhang 2012 in einer Studie nachgewiesen. Das Gift der Pestizide führt zum Verlust des Orientierungssinnes der Bienen. Diese finden nach dem Kontakt mit dem Pestizit nicht zurück in ihren Stock. Das mysteriöse Verschwinden der erwachsen Bienen findet hier seine Ursache.

Bei der Bewirtschaftung von Feldern und Plantagen muss deshalb auf den Einsatz von Pestiziden verzichtet werden. Die für Menschen und Tiere schädlichen Stoffe müssen aus unserer Natur verschwinden, wenn die Biene nicht aussterben soll. Die Folgen des Sterbens für unsere Umwelt und die Auswirkungen auf die Tierwelt und letztlich uns Menschen, sind verheerend. Die Abschaffung von Pestiziden und das strikte Verbot schädlicher Substanzen ist ein Ziel des Umweltschutzes, um unsere Natur zu erhalten.

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