Waschmittel - Du hast die Wahl!

Waschmittel, Shampoo, Spülmittel & Co.

Reiniger

Der Verbrauch an Waschmitteln, Shampoos, Spülmitteln und Co. steigt zunehmend an. Etwa 640000000 Kg Waschmittel werden jährlich in Deutschland verbraucht. Immer neuere und zum Teil aggressive Reiniger kommen auf den Markt. Viele dieser Reiniger oder Waschmittel enthalten einen regelrechten Cocktail aus umweltschädlichen chemischen Substanzen. Einige sind davon äußerst umweltschädlich. Die darin enthaltenen chemischen Verbindungen können teilweise auch mit moderster Kläranlagentechnik nicht aus dem Wasser entfernt werden. Leider befinden sich nur in den wenigsten Produkten waschaktive Substanzen sogenannte Tenside aus Zucker und pflanzlichen Ölen, welche also zu 100% abbaubar sind. Diese sind für die Umwelt schonend und dennoch effektiv, vor allem wenn sie mithilfe von Bakterien und Pilzen biotechnisch hergestellt werden. Egal ob Spülmittel, Haushaltsreiniger, Hautcremes, Shampoos, Duschgele oder Waschmittel, alle beinhalten Tenside. Tenside bewirken, dass Fett und Schmutz sich lösen, Cremes schneller einziehen und Haarwaschmittel schäumen, allerdings sind sie schädlich für die Natur. Aus diesem Grund sucht die Industrie nach Alternativen. Forscher des Fraunhofer-Insitut für Grenzflächen- und Bioverfahrentechnik haben ein Verfahren erforscht mit dem jetzt auch nachwachsende Rohstoffe wie Pflanzenöle und Zucker eingesetzt werden können. Für die Umwelt bedeuten diese sogenannten Biotenside einen besseren Abbau und dennoch lösen sich Fette ebenso gut. Bislang kommen sie allerdings nur in wenigen Kosmetika und Haushaltsmitteln vor. Diese Biotenside leisten allerdings einen großen Beitrag zum Umweltschutz, da sie weniger toxisch sind. Warum nur wenige Hersteller auf diese Biotenside setzen liegt vor allem darin, dass sie in der Fertigung aufwendiger sind und damit auch teurer. Bereits zur Marktreife gebracht hat es das Biotensid Sophoroselipid. Einige Hersteller nutzen es bereits als Zusatz für ihre Haushaltsreiniger. Der Verbraucher kann hier einen großen Beitrag zum Umweltschutz leisten, indem er nur Reiniger mit abbaubaren Tensiden verwendet. Auf der Packung finden sich dazu Angaben. Die Firma Frosch z.B. setzt seit Jahren auf umweltschonende Inhaltsstoffe in deren Reinigungsmitteln.

Was führte eigentlich zum Umdenken der Menschen, Hersteller und Politik? Und welche Folgen haben diese aggressiven Reiniger auf unsere Umwelt? Das Umdenken begann bereits Ende der 50er Jahre. Durch den zunehmenden Verbrauch von Waschmitteln traten massive Umweltprobleme auf. In den Bächen und Flüssen bildeten sich hohe Schaumberge, verursacht durch die waschaktiven Substanzen. Diese sind biologisch nur sehr schwer abbaubar und können daher in Grundwässern, Seen und Flüssen großen Schaden anrichten und das biologische Gleichgewicht darin stören, was wiederum den Lebensraum von Tieren und Pflanzen zerstört. Im sogenannten Detergentiengesetz wurde deshalb im Jahr 1961 ein Gesetz zum Umweltschutz mit den Mindestanforderungen festgelegt. Von nun an wurde die biologische Abbaubarkeit von Tensiden festgelegt. Dennoch zeigten sich wenige Jahre später wieder Umweltprobleme, da immer noch zu viele schädliche Stoffe über die Haushaltsprodukte in die Umwelt gelangte. Besonders darunter litten die langsam fließenden und stehenden Gewässer. So führten hohe Zugaben von Phosphaten, welche den Waschmitteln zur Wasserenthärtung zugeführt wurden, zu einer Gewässerüberdüngung. Es trat wegen des Sauerstoffmangels in den Gewässern ein übermäßiger Algenwuchs auf und das Absterben von Wasserorganismen und Fischen setzte ein. Im Jahr 1975 trat das Waschmittelgesetz in Kraft und im Jahr 1977 die Tensidverordnung sowie 1980 die Phosphathöchstmengenverordnung. Es folgte später auch eine Kennzeichnungspflicht auf den Produktverpackungen mit dem Hinweis auf bestimmte Inhaltsstoffe. Doch die Verbraucher griffen und greffen nach wie vor, trotz der Angabe der gefährlichen Stoffe immer noch zu den gewohnten Produkten und dosieren diese oft viel zu hoch. All diese Maßnahmen konnten die Schäden nur eindämmen nicht aber verhindern. Der zunehmende Verbrauch an Putzmitteln, Shampoos, Waschmitteln und Co. führt auch weiterhin zu einer Verschmutzung von Grundwasser, Seen und Flüssen, wenn auch nicht mehr in dem großen Ausmaß aber trotzdem viel zu hoch. Die Verschmutzung der Gewässer wiederum führt zu einem Kreislauf in der Natur. In Gewässern lebende Tiere nehmen die Tenside auf. Nicht nur Fisch fressende Tiere sondern auch der Mensch nehmen dann diese schädlichen Stoffe wiederum auf.

Bei einigen Haushalten zieht das Umweltschutzdenken jetzt dennoch langsam ein. Es setzten sich mehr Menschen damit auseinander welche Folgen Spülmittel, Waschmittel, Shampoo und Co. auf Natur und Umwelt haben. Zudem sind umweltschonende Produkte auch gesundheitsschonend. Nicht nur die Natur wird geschützt sondern auch die eigene Gesundheit. Diese abbaubaren Produkte tragen unterschiedliche branchenspezifische Zeichen wie etwa „Ecocert“ oder „Ecogarantie“. Trägt ein Produkt eines dieser Zeichen so müssen diese vorrangig aus nachwachsenden Rohstoffen sein. Auch die Umweltzeichen „Euroblume“ und „Blauer Engel“ bieten eine größtmögliche Sicherheit, ein umweltverträgliches Produkt zu kaufen. Biotenside, wie sie beispielsweise im Frosch Bio Spülmittel vorhanden sind, sind fast zu Hundert Prozent biologisch abbaubar. So tragen diese Bioprodukte, beispielsweise aus dem Hause „Frosch“ zum aktiven Umweltschutz bei. Leider steckt in vielen Köpfen der Gedanke, das „Bio“ oder „Eco“ zu milde sind und keine entsprechende Wirkung haben. Das ist aber absolut nicht der Fall, die Wirksamkeit von modernen Bioprodukten wurde bereits mehrfach bewiesen. Jedes einzelne Produkt mit schädlichen Stoffen, ist eines zu viel. Mit dem Kauf von biologisch abbaubaren Produkten also mit zu 100% Prozent abbaubare Tensiden, leistet jeder einen bedeutenden Beitrag zum aktiven Umweltschutz.